Installationsformen

Nach welchem Schema sind die Leitungen zu Schaltern und Steckdosen verlegt?

Die Elektroinstallation in Wohnungen oder Büros folgt in der Regel einfachen Mustern. Welches Muster in den eigenen vier Wänden vorliegt, hängt unter anderem davon ab, ob man in einem Alt- oder Neubau wohnt bzw. wann die Stromkabel eventuell erneuert wurden. Im Altbau findet man oft noch sogenannten Abzweigdosen unterhalb der Zimmerdecken. Im Neubau dagegen gibt es diese kaum noch und die Installation ist übersichtlicher. So unterscheidet man allgemein diese drei grundsätzlichen Formen:

Installation von Schaltern und Steckdosen mit Abzweigdose
Darstellung als Wirkschaltplan mit Abzweigdose

1. Eine Installation mit Abzweigdosen

Bei der Installation mit Abzweigdose (1) werden die Leitungen horizontal im oberen Wandbereich entlang geführt. An jeder Abzweigung in vertikaler Richtung wird eine Abzweigdose mit Deckenabstand von ca. 30 cm gesetzt. Von dort ausgehend werden die unterhalb zu installierenden Schalter oder Steckdosen verkabelt. Diese Form wird heute selten angewendet, da der Installationsaufwand und Materialeinsatz zu hoch ist und im Reparaturfall Renovierungsaufwand entsteht.

Der Wirkschaltplan mit Abzweigdosen (2) 
In einem Wirkschaltplan zu dieser Installationsform wird deutlich, dass in der Abzweigdose die jeweilige Funktion von Installationen wie Leuchtmittel, Schalter oder Steckdose festgelegt wird. Dazu gehören Schaltungsarten wie z.B. Aus-Schaltung, Wechsel-Schaltung, Kreuz-Schaltung, Serien-Schaltung oder Taster-Schaltung. Reparaturen oder Veränderungen erfordern demzufolge einen Eingriff in der Abzweigdose.

Installation von Schaltern und Steckdosen mit Schalterdose
Darstellung als Wirkschaltplan mit Schalterdose

2. Eine Installation in Schalterdosen

Bei der Installation mit Schalterdosen (1) werden die Leitungen direkt von einer zur nächsten Schalterdose geführt und in diesen verklemmt. Dazu werden Schalterdosen mit größerer Dosentiefe (mind. 46 mm, besser 61 mm) eingesetzt, um genügend Raum zum Verklemmen kommender und gehender Leitungen vorzuhalten. Entnimmt man der Schalterdose den Schalter- oder Steckdoseneinsatz, sind die Verbindungsklemmen der Leitungen dahinter einfach zugänglich. Das hat den Vorteil, dass Veränderungen in der Installation schnell und ohne Malerarbeiten möglich sind. 

Wirkschaltplan in Schalterdosen (2)
Der Wirkschaltplan zu dieser Installationsform zeigt, dass – im Gegensatz zu Abzweigdosen – hier die Schaltungsart in der frei zugänglichen Schalterdose selbst verdrahtet wird.

Installation von Schaltern und Steckdosen mit Verteilerkasten

3. Eine Installation mit einem Verteilerkasten

Wird in der Installation ein "Verteilerkasten" eingesetzt, so ist jede Leuchte und Schalterdose mit einer eigenen Leitung mit diesem Verteilerkasten verbunden.

 Verteilerkästen werden innerhalb einer Büroeinheit meist zentral platziert, z.B. im Flur, um Zuleitungen auf möglichst kürzestem Weg und übersichtlich anzuordnen. 

Diese Installationsform wird vor allem im Verwaltungs- und Gewerbebau angewendet.

Sicherheitshinweis

Die Installation bzw. der Eingriff in das Stromnetz kann zu Schäden an Geräten sowie zu schweren Verletzung bis hin zu einem tödlichen Stromschlag führen. Daher darf der Anschluss und die Installation nur von Fachpersonal bzw. einer Elektrofachkraft im spannungs- bzw. stromfreien Zustand durchgeführt werden. .berprüfen Sie die Spannungsfreiheit vor Beginn er Installationsarbeiten z.B. mit einem Spannungsprüfer. 

Verlegezonen für Stromkabel

Erfahren Sie mehr über die Frage, wo in den Wänden Stromleitungen verlegt sind.

Installations- und Verlegezonen

Aus-, Wechsel- und Serienschaltungen

Hier finden Sie Detaildarstellungen zu Ausschaltung, Wechselschaltung und Serienschaltung.

Schaltungen

Systemvergleich

Vergleichen Sie in unserer Gegenüberstellung die Smart Home Systeme Philips Hue, Casambi, EnOcean und Tuya.

Systemvergleich

Support

Erfahren Sie, wie die Versteckdose auf vorhandene verkabelten Schaltern nachgerüstet werden kann.  

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